Dienstag, 23. Juni 2026
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Pictonico! im Test: Ein hybrides Spielvergnügen?

Pictonico! bringt das Chaos von WarioWare auf Ihr Smartphone. Doch kann das Konzept der Minispiele den Erwartungen gerecht werden?

Von Nico Schwarz23. Juni 20262 Min Lesezeit

DÜSSELDORF, 23. Juni 2026Eigener Bericht

Ein chaotisches Minispiel-Cocktail

Pictonico! ist der neueste Versuch, das bewährte Konzept der WarioWare-Serie auf das Smartphone zu übertragen. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um eine bunte Mischung aus absurden Minispielen, die sowohl Kreativität als auch Geschicklichkeit erfordern. Die Spieler werden mit einer Vielzahl von skurrilen Herausforderungen konfrontiert, von dem schnellen Ausmalen einer Comicfigur bis hin zum wilden Jonglieren von digitalen Objekten. Doch während die fröhliche Erscheinung und die eingängige Musik sofort ins Ohr gehen, stellt sich die Frage: Funktioniert das Konzept der Untiefen des Smartphones ebenso gut wie auf der Konsole?

Die Entwicklung von Pictonico! ist voll von dem typischen WarioWare-Humor, der sich in den verrückten Herausforderungen widerspiegelt. Disco-Tänze mit Gartenzweigen oder das Aufstellen von schwindelerregenden Türmen aus Obst – die Entwickler scheinen sich vergnügt in das Reich des Absurden zu begeben. Doch trotz dieser kreativen Ausflüge erweckt das Spiel den Eindruck, dass die Tiefe und Vielseitigkeit der Konsolenversionen in den flachen Minispielen nicht wirklich zur Geltung kommt. Man könnte fast meinen, dass Pictonico! in seiner Eile, die Spieler zu unterhalten, den Fokus auf die Qualität der einzelnen Minispiele verloren hat.

Die Herausforderung der Steuerung

Ein weiterer Stolperstein, der nicht ignoriert werden kann, ist die Steuerung. Während die früheren WarioWare-Titel auf mechanischen Eingaben basierten, haben die Entwickler hier versucht, das Touchscreen-Potenzial auszuschöpfen. Das wäre an sich kein Problem, wenn die Umsetzung nicht manchmal etwas ungenau wäre. Die Fingerbewegungen sind nicht immer präzise registriert, was zu Frustration führt, wenn man an einer schlichten Aufgabe scheitert, nur weil der Bildschirm nicht so reagiert, wie man es möchte.

So bringt Pictonico! sowohl Spaß als auch den schleichenden Verdacht mit sich, dass man in einem endlosen Loop von chaotischen Aufgaben gefangen ist, die möglicherweise eher den jüngeren Spielern helfen, oder denen, die maximal kurzfristigen Nervenkitzel suchen. Es ist ein bisschen so, als würde man ein großartiges, aber unvollendetes Kunstwerk bewundern: Es gibt Glanzstücke, die den Betrachter fesseln, jedoch bleibt vieles unpoliert.

Letztlich bleibt die Frage, ob Pictonico! in der Lage ist, dem Erbe von WarioWare gerecht zu werden. Die Antwort liegt irgendwo zwischen fröhlicher Ablenkung und der schmerzlichen Erkenntnis, dass die Faszination vieler Minispiele nicht ausreicht, um das Ganze zu tragen. Es wäre wohl eine Übertreibung zu sagen, dass Pictonico! das nächste große Ding ist. Aber vielleicht ist es genau das: eine amüsante kleine Ablenkung, die man bei Langeweile zücken kann, auch wenn sie nicht die Tiefe eines vollwertigen WarioWare-Titels erreicht.

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